Phil 23. Oktober 2009
Der Martini ist ein klassischer Cocktail, der mit der Bezeichnung „Shortdrink“ in die Kategorie der Aperitifs fällt und aus Gin oder Wodka und Wermut (frz. Vermouth) besteht. Es werden teilweise auch andere Shortdrinks als „Martini“ bezeichnet, sofern sie in einem Martinikelch (auch „Cocktailspitz“ genannt) serviert werden.
Die Herkunft des Martinis
Die Ursprünge des Martinis sind unbekannt und umstritten. Erst ab 1880 wird dem Gin Wermut als neue Zutat beigefügt. Von einem echten „Martini“ kann dann erst ab 1888 mit folgendem Rezept die Rede sein:
5,5 cl Gin
1,5 cl Vermouth
1 Olive
Aufgrund von verbesserten Destillationstechniken wurde der
Martini immer trockener. Hinzu kamen der Verzicht auf
Zuckersirup und Liköre und der süßliche „Old Tom
Gin“ wurde durch den neueren „Dry
Gin“ ersetzt. Der Begriff „Dry
Martini Cocktail“ wurde erstmals 1904 in einem französischen Barbuch verwendet. Letztendlich verschwand auch die „Orange Bitters“ als Zutat. Ab der zunehmenden Popularität des Wodkas im Zuge der Werbekampagne der Firma „Smirnoff“ in den USA wurde der
Gin oft teilweise oder sogar vollständig durch
Wodka ersetzt. In den 1990er Jahren orientierte man sich wieder mehr an fruchtigen und süßen Drinks, die sich zwar „
Martini“ nannten, aber außer dem Martinikelch keine Übereinstimmung mit dem Original aufzeigten. Ab dann kamen alte Rezepturen wieder mehr ins Rennen und der „
Martini“ fand erneut einen Platz auf den Barkarten. Am berühmtesten jedoch bleibt der klassische „Dry
Martini“, der aus „London Dry
Gin“, so wenig
Vermouth wie möglich und einer
Olive oder Zitronenschale als Garnierung besteht. Es gibt viele weitere Variationen des Martinis, wie zum Beispiel „Dirty
Martini“, „
Martini on the rocks“, „Gibson“, „
Wodka Martini“, „Sweet
Martini“, „Smokey
Martini“, „Perfect
Martini“, „Lamb
Martini“ und andere.
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